Ja, Nein, Vielleicht von Doris Knecht
Im Roman der österreichischen Autorin Doris Knecht geht es um eine Frau Mitte fünfzig. Sie ist geschieden, ihre Kinder sind längst ausgezogen und sie führt ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben zwischen Stadtwohnung und Landhaus.
Mit dieser Freiheit ist sie eigentlich recht zufrieden, bis sie eines Tages ihrem Jugendfreund Friedrich wieder begegnet. Plötzlich geraten ihre Gedanken in Bewegung und sie stellt sich die Frage: Ja, nein oder vielleicht?
Zu Beginn empfand ich das Buch als etwas langatmig, doch nach und nach entwickelte es einen ganz eigenen Reiz. Es war eine Liebe auf den zweiten Blick 😊 und ich bin froh, dass ich das Buch zu Ende gelesen habe. Die Hauptfigur ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Ihr ständiges Grübeln, das Hinterfragen und die Auseinandersetzung mit dem Älterwerden wirkten für mich sehr authentisch und nahbar.
Der Roman liest sich angenehm und bietet eine ruhige und humorvolle Reflexion über das Leben, die Liebe, Beziehungen, Freiheit, das Älterwerden und die großen wie kleinen Entscheidungen des Lebens.
Am Ende hat das Buch bei mir ein wohlig warmes Gefühl und eine Zuversicht hinterlassen, dass alles gut wird.
Ein lesenswertes Buch. Viel Freude damit!
Karin